Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Fahrrad, Bus & Co. – Nachhaltige Mobilität mit Kindern

Sich frei bewegen zu können und mobil zu sein ist für Kinder und ihre Entwicklung unabdingbar. Freunde besuchen, selbstständig den Schulweg zurücklegen, einkaufen gehen – all das sind Erfahrungen, die es Kindern ermöglichen, sich frei zu entfalten und Selbstständigkeit zu entwickeln. Doch der Straßenverkehr hält nicht nur viele Gefahren für die kleinsten Straßenteilnehmerinnen und -teilnehmer bereit, auch zahlreiche Umweltbelastungen tummeln sich hier. Dieser Ratgeber gibt Tipps für eine umweltbewusste Verkehrserziehung und geht auf nachhaltige Alternativen zum Auto als Fortbewegungsmittel ein.

Umweltsünder Auto

Die meisten Eltern setzen beim Thema Mobilität auf das eigene Auto. Schnell und unkompliziert kommt man damit von Tür zu Tür. Ob Einkauf, Urlaub oder Schulweg – viele Kinder sehen die Straße fast ausschließlich durch die Windschutzscheibe einer Pkws. Gleichzeitig werden Autos immer schwerer, größer und leistungsstärker[i] - also immer schädlicher für unsere Umwelt. Abgesehen von den Umweltfaktoren, ist Autofahren für Kinder nicht gerade stimulierend: Die Eltern sitzen in der Regel vorn und am Steuer, müssen sich konzentrieren und haben wenig Zeit und auch nicht die logistischen Möglichkeiten, sich mit den Kindern auf der Rückbank zu beschäftigen.

Dabei wird es mit Blick auf die Umweltauswirkungen vom zunehmenden Autoverkehr immer wichtiger, dass auch Kinder bereits ein kritisches Verständnis für die Themen Mobilität und Nachhaltigkeit erlangen. Du als Elternteil kannst hier vor allen Dingen eins tun: Mit gutem Beispiel vorrangehen! Beziehe dein Kind in Entscheidungsprozesse mit ein und erkläre, warum ihr wann aufs Auto verzichtet. Kinder lernen durch Beobachten – es liegt also an dir, nachhaltiges Verhalten vorzuleben.

Wenn sich Strecken mit dem Auto nicht vermeiden lassen, bildet Fahrgemeinschaften! Ob zur Arbeit, zur Kita oder zum Sportverein: Frage Kollegen und andere Eltern, ob sie dich oder deinen Nachwuchs mitnehmen können. Ihr könnt euch mit dem Fahren abwechseln und spart dadurch nicht nur Zeit, sondern fördert auch soziale Kontakte und Bindungen. Stelle dabei sicher, dass du die Gründe für die Fahrgemeinschaft mit deinem Kind besprichst. Abgesehen davon, dass es in der Fahrgemeinschaft Zeit mit Freunden verbringen kann, profiziert davon nämlich auch das Klima!

Alternativen zum Auto

Die Nachbarschaft zu Fuß erkunden

Alternativen zum Auto gibt es zahlreiche! Kurze Strecken könnt ihr zum Beispiel bequem zu Fuß absolvieren. Bei Spaziergängen mit deinem Kind könnt ihr gemeinsam eure Nachbarschaft erkunden und zusammen üben, wie man sich im Straßenverkehr verhält. Zeige deinem Kind auf, wie laut Autos sind und wie unangenehm sie riechen. Verdeutliche dabei, dass unter dem Lärm und Geruch die Natur leidet. Tiere und Pflanzen, aber auch Menschen, werden dadurch gesundheitlich beeinträchtigt. Das Auto stehen zu lassen und gemeinsam zu gehen fördert nicht nur eure soziale Bindung, sondern auch eure Gesundheit. Je nach Alter deines Kindes könnt ihr beispielsweise gemeinsam, oder dein Kind allein, morgens Brötchen beim Bäcker um die Ecke holen gehen. Dabei wird nicht nur die Selbstständigkeit deines Kindes geschult, sondern auch sein Orientierungssinn gefördert.

Achtung

Mittlerweile sind mehr und mehr Elektroautos auf den Straßen unterwegs. E-Autos sind zwar umweltschonender als herkömmliche Pkws, allerdings auch deutlich leiser. Erkläre deinem Kind, dass es Autos nicht unbedingt hören kann, sondern sich auch immer mit Blicken vergewissern muss, dass es sicher ist, die Straße zu überqueren.

Radfahren mit Kindern

Kinder entwickeln früher oder später den Wunsch, Fahrradfahren zu lernen. Ein eigenes Fahrrad bedeutet für Kinder Selbstständigkeit und ein Stück Freiheit. Sie können sich durch eigene Kraft sehr viel schneller bewegen als zu Fuß, tun dabei spielerisch etwas für ihre Gesundheit und für die Umwelt, wenn dadurch das Auto öfter stehenbleiben kann. Freunde besuchen, in die Schule fahren oder Ausflüge in die Natur können für die ganze Familie eine Bereicherung sein. Gerade beim Sonntagsausflug mit dem Fahrrad sparst du im Vergleich zum Auto in der Regel Kosten für Parken und Tanken. Sport setzt Endorphine frei, wodurch sicher nicht nur Sonntagsausflüge, sondern auch der Schulweg bereichert wird. Falls dein Kind noch zu klein für ein Fahrrad ist, sind Tretroller oder Laufräder eine tolle Möglichkeit, erste Erfahrungen auf zwei Rädern zu sammeln. Der Gleichgewichtssinn wird geschult und dein Kind hat es später leichter das Radfahren zu lernen.

Tipp

Ein Fahrrad bietet natürlich nicht den gleichen Stauraum wie ein Auto. Lastenfahrräder sind eine ausgezeichnete Alternative! Diese gibt es mit oder ohne Elektromotor und selbst größere Einkäufe sind damit kein Problem. Pluspunkt: Kinder können darin ebenfalls Platz nehmen und haben in der Regel großen Spaß am Fahren im Lastenrad!

Unterwegs mit Bus und Bahn

Manche Orte lassen sich nicht zu Fuß oder mit dem Rad erreichen. Wer die Möglichkeit hat, sollte daher sein Kind bereits früh mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vertraut machen. Achte darauf, dass du deinem Nachwuchs dabei erklärst, dass sich hierbei viele Menschen ein Transportmittel teilen und so die Umwelt geschont wird. Wenn nicht jeder das eigene Auto benutzt, sondern viele Menschen zusammen Bus fahren, senkt das die CO₂-Emissionen. In städtischen Gebieten lässt sich in der Regel alles bequem mit dem Bus oder der Straßenbahn erreichen. In ländlicheren Regionen gibt es zum Teil Rufbusse oder Anruf-Sammel-Taxis, welche nur bei Bedarf fahren. Informiere dich am besten, welche Möglichkeiten es für dein Kind gibt z. B. zum Sportverein zu gelangen und geht diese gemeinsam durch. Lass dein Kind mitentscheiden, welches Verkehrsmittel es nutzen möchte und geht zusammen auf Vor- und Nachteile ein.

Der umweltbewusste Kita- und Schulweg

Der Weg zu Schule oder Kita ist für alle Kinder unterschiedlich lang. Je nach Entfernung, kann dein Kind dorthin laufen, mit dem Rad oder Tretroller fahren oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Viele Schulen werden von Schulbussen angefahren, welche für dein Kind eine hervorragende Möglichkeit sind, Kontakte zu Mitschülern und anderen Kindern zu knüpfen. Gleichzeitig kannst du deinem Kind vermitteln, dass es damit eine ökologische Alternative zum Auto nutzt: Alle Kinder im Schulbus werden nämlich nicht extra mit dem Auto gefahren.
Kürzere Schul- und Kitawege können problemlos auch zu Fuß zurückgelegt werden. Vielleicht kannst du dich mit andern Eltern zusammentun und eine Laufgemeinschaft bilden. Dabei finden sich mehrere Kinder einer Nachbarschaft zusammen und werden von einem Elternteil auf dem Weg zu Schule oder Kita begleitet. Auf diese Weise ist immer ein Erwachsener dabei, wenn die Kleinen morgens und mittags im Straßenverkehr unterwegs sind, was dir Sorgen erspart und gleichzeitig viele Vorteile mit sich bringt:

Vorteile von Laufgemeinschaften

  • Dein Kind kann soziale Kontakte zu Gleichaltrigen aus der Nachbarschaft knüpfen, die Sozialkompetenz wird gestärkt.
  • Die morgendliche Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und verbessert die Lern- und Konzentrationsfähigkeit.
  • Das Selbstvertrauen deines Kindes wird gestärkt.
  • Die Gruppe und die erwachsene Begleitperson machen eine Laufgemeinschaft zu einer sicheren Alternative zum allein gehen.

Was ist mit Urlaubsreisen?

Wenn es um Urlaub geht, verreisen die meisten noch immer gern mit dem Auto oder dem Flugzeug. Heutzutage ist es jedoch kein Geheimnis mehr, dass diese beiden Transportmittel zu den größten Klimasündern gehören[ii]. Viele Ziele – gerade in Europa – lassen sich auch hervorragend mit dem Zug erreichen. Bei einer Zugreise gibt es keine lästigen Staus und du kannst gemeinsam mit deinem Kind die Landschaft erkunden. Viele Zugstrecken führen durch wunderbare Landschaften, welche du gemeinsam mit deinem Kind bestaunen kannst. Genug davon? Kein Problem! Pack ein paar Spiele und Malbücher ein und vertreibt euch so die Zeit. Das tolle am Zugfahren ist, dass du Hände und Kopf frei hast und dich voll auf dein Kind konzentrieren kannst. Ein weiterer Vorteil von Bahnreisen liegt darin, dass ihr euch im Zug frei bewegen könnt: Ihr könnt euch die Füße vertreten, den Zug gemeinsam erkunden und sogar eine Toilette und meist auch ein Bordrestaurant sind vorhanden. Gleichzeitig kannst du deinem Nachwuchs zeigen, wie viele wunderschöne Orte man auch ohne ein Flugzeug oder eigenes Auto erreichen kann. Auf diese Weise lernt es von klein auf, dass man nicht weit oder schnell reisen muss, um Urlaub zu machen.

Verkehrserziehung mit Kindern

Kinder sind im Straßenverkehr einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt als Erwachsene. Durch ihre geringe Körpergröße können sie nicht über Autos hinwegsehen und werden gleichzeitig auch von anderen Verkehrsteilnehmern leicht übersehen. Hinzukommt, dass Kinder mit den Verkehrsregeln noch nicht so gut vertraut sind wie Erwachsene. Sie können Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht so genau einschätzen und benötigen daher mehr Schutz im Straßenverkehr.
Um das Unfallrisiko zu minimieren, kannst du als Elternteil einige Maßnahmen ergreifen:

  • Fahrradfahnen ermöglichen Autofahrern und anderen Verkehrsteilnehmern dein Kind auf dem Fahrrad auch zwischen Autos zu sehen und erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr.
  • Geeignete Schutzausrüstung wie ein Helm beim Radfahren und Gelenkschoner in der Lernphase helfen, deinem Kind Sicherheit zu verleihen und es gleichzeitig vor Verletzungen zu schützen. Du als Elternteil solltest dabei mit gutem Beispiel vorangehen und selbst Helm tragen. So fällt es deinem Kind leichter, den Helm als eine Selbstverständlichkeit zu akzeptieren. Auch Reflektoren an der Kleidung helfen, dein Kind im Straßenverkehr sichtbar zu machen und erhöhen die Sicherheit.
  • An den meisten Grundschulen steht die Verkehrserziehung auf dem Lehrplan. Hier lernen Kinder von ausgebildeten Polizistinnen und Polizisten die wichtigsten Verkehrsregeln kennen und absolvieren nach mehreren Theorie- und Praxiseinheiten den Fahrradführerschein[iii]. Das bringt Sicherheit im Straßenverkehr und bereitet dein Kind auf viele Alltagssituationen vor.

Fazit

Nachhaltige Mobilität ist ein sehr aktuelles Thema. Neben der Vermeidung von Autofahrten gehört dazu auch die Mobilitätsbildung der nächsten Generation. Kinder, die früh ihr Bewegungspotenzial entfalten, haben es später einfacher sich körperlich zu betätigen, sind gesünder und leistungsfähiger. Neben den körperlichen Vorteilen profitiert davon auch die Umwelt: Jeder Weg, der zu Fuß, mit dem Rad, dem Tretroller oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wird, entlastet das Klima und schont die Umwelt. Kinder können bereits früh für die Themen Nachhaltigkeit und Mobilität sensibilisiert werden. Hinterfragt gemeinsam als Familie eure Autonutzung und überlegt zusammen, welche alternativen Fortbewegungsmittel für euch in Frage kommen.

Wir sind ein junges, kreatives Team aus Experten für ökologisches Bauen, Raumgestaltung und Malerhandwerk. Mit viel Herzblut entwickeln und mischen wir unsere ökologischen Naturfarben in unserer Manufaktur in Dresden und setzen dabei auf umweltfreundliche Herstellungsverfahren und natürliche Inhaltsstoffe. Wir möchten am liebsten so vielen Menschen wie möglich helfen, ihr Zuhause wohngesünder und natürlich schön zu gestalten. Wenn du also Fragen hast oder Hilfe brauchst, schreib uns einfach auf Instagram oder WhatsApp. Wir helfen dir gern! Folge uns auch auf unseren Social-Media-Kanälen, um keine Neuigkeiten zu verpassen und mehr über unsere Arbeit und unsere Werte zu erfahren.
Erfahre mehr über uns | Instagram | WhatsApp

Quellen:

[i] https://www.bund.net/themen/mobilitaet/autos/ (zuletzt geprüft 04.01.2022)
[ii] https://www.ecowoman.de/freizeit/natur/die-erstaunlichsten-co2-vergleiche-wie-viel-co2-verursachen-flugzeuge-5702 (zuletzt geprüft 04.01.2022)
[iii] https://www.verkehrswacht-medien-service.de/grundschule/die-radfahrausbildung/ (zuletzt geprüft 04.01.2022)