Ressourcen schonen von klein auf
Klimaschutz und ein nachhaltiger Lebensstil sind Themen, die im Leben der Kinder von heute eine zunehmend wichtige Rolle spielen werden. Um ihnen einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen beizubringen, sollten Kinder bereits früh für diese Themen sensibilisiert werden. Wer schon im Kindesalter lernt Energie zu sparen, zu recyceln und bewusst mit endlichen Ressourcen umzugehen, der hat es als Erwachsener leichter, diese verinnerlichten Grundsätze umzusetzen und so einen wichtigen Teil zum Umweltschutz beizutragen. Dieser Ratgeber befasst sich mit erneuerbaren und nicht-erneuerbaren Ressourcen und gibt Tipps, wie du gemeinsam mit deinem Kind Ressourcen schonen und einen bewussten Umgang mit ihnen lernen kannst.
Warum sparen wir Ressourcen?
Kinder lernen früh ihren Eltern nachzueifern. Lebst du deinem Kind einen nachhaltigen Lebensstil vor, ist das bereits die halbe Miete. Wichtig ist es jedoch, deinen Nachwuchs auch in die Prozesse hinter deinem Verhalten einzubinden. Damit dein Kind verstehen kann, warum ihr nachhaltig und schonend mit Ressourcen umgehen wollt, solltest du ihm verdeutlichen, welche positiven Auswirkungen ein nachhaltiger Lebensstil auf euer Leben und die Umwelt hat:
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Schonung von Lebensräumen
Für Energiequellen wie Kohle und Öl werden natürliche Lebensräume von einer Vielzahl an Tieren und Pflanzen angezapft. Durch die Verwendung von Ökostrom und durch Stromsparen wird dieser Prozess zumindest verlangsamt. -
Weniger CO₂
Bei der Bereitstellung vieler Ressourcen wie Strom, Wasser, aber auch von Lebensmitteln, fällt das klimaschädliche Gas CO₂ an. Je weniger Ressourcen wir verbrauchen und je lokaler wir diese beschaffen können, desto mehr CO₂ wird gespart. -
Geld sparen
Die logische Konsequenz vom Sparen ist der Kostenfaktor. Je weniger wir benötigen, desto mehr Geld bleibt am Ende übrig! Um das messbar zu machen, kannst du mit deinem Kind zusammen eine Klima-Spardose anlegen. Für umweltbewusstes Verhalten deines Nachwuchses wirfst du einen kleinen Geldbetrag in die Dose. Ist sie voll, kann dein Kind davon z.B. ein Eis kaufen und sich ein Klimaschutz-Projekt aussuchen, an welches die restliche Summe gespendet wird.
Woher kommt der Strom?
Strom zu sparen ist für Kinder ein eher abstraktes Konzept. Sehen können wir Strom nicht und anfassen schon gar nicht. Erkläre deinem Kind daher am besten zunächst welche Geräte im Haus mit Strom betrieben werden. Die meisten Kinder lernen ab einem gewissen Alter, dass Strom aus der Steckdose kommt und gebraucht wird, um Geräte wie Kühlschrank, Fernseher und Toaster zu betreiben. Doch woher kommt der Strom aus der Steckdose? Bei einem Spaziergang durch die Nachbarschaft könnt ihr Ausschau nach Solarzellen auf Hausdächern und nach Windrädern halten. Anhand dieser Beispiele kannst du deinem Kind anschaulich erklären, auf welche Weisen nachhaltig Strom erzeugt werden kann. Auch Strommasten und Stromleitungen veranschaulichen, dass Strom nicht einfach aus der Steckdose kommt, sondern auch dahin transportiert werden muss.
Je nach Alter deines Kindes kannst du dabei auch schon auf den Unterschied zwischen „grüner“ Energie aus Solarzellen, Wind- und Wasserkraft eingehen und diese von der konventionellen Energiegewinnung aus Kohle, Gas und Öl abgrenzen.
Stromsparen im Haushalt
Zu Hause verstecken sich meist einige Stromfresser. Zeige deinem Kind die kleinen Stand-by-Leuchten an Fernseher, Laptop und Co. und mache deutlich, dass diese Leuchte bedeutet, dass Strom verbraucht wird. Nicht benötigte Elektrogeräte sollten nach Möglichkeit immer ganz abgeschaltet oder vom Strom genommen werden. Gleiches gilt für Lichtschalter – erkläre deinem Kind, dass Licht nur dort brennen muss, wo man sich auch aufhält und dass man das Licht ausschaltet, wenn man einen Raum verlässt.
Kinderleicht Wasser sparen
Auch Wasser ist eine wichtige und immer knapper werdende Ressource. Ein nachhaltiger Umgang mit Wasser sollte Kindern bereits von klein auf vermittelt werden. Dass Wasser knapp werden könnte, klingt für die meisten Kinder paradox – die Meere sind doch voll damit! Erkläre deinem Nachwuchs, dass nicht jedes Wasser trinkbar ist und dass es daher wichtig ist, mit unserem Trinkwasser nachhaltig umzugehen. Dabei kann auch ein Besuch im Klärwerk helfen. Dort erfährt dein Kind aus erster Hand, wie viel Aufwand betrieben werden muss, um Abwasser zu recyceln und lernt die Ressource Wasser mehr zu schätzen.
Wasserspartipps für zu Hause
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Wasserhahn zu drehen
Beim Zähne putzen oder Hände einseifen muss das Wasser nicht laufen. Bring deinem Kind am besten von Anfang an bei den Hahn zuzudrehen, nachdem die Zahnbürste oder die Hände angefeuchtet wurden. Auf diese Weise kann eine Menge Wasser gespart werden! -
Duschen statt Baden
Eine volle Badewanne fasst im Schnitt 180 Liter. Das ist eine Menge Wasser. Beim Duschen verwendet man etwa 70 Liter Wasser und spart neben Wasser auch noch Stromkosten. -
Regenwasser sammeln
Wer einen Garten hat, kann mit Hilfe einer Regentonne das Regenwasser sammeln. Dieses könnt ihr zum Blumengießen verwenden und so den Wasserverbrauch im Haus senken. -
Klospülung stoppen
Im Schnitt entfallen pro Tag und Person etwa 40 l Wasser auf die Toilettenspülung.[i] Die meisten Toiletten lassen sich mittlerweile wassersparend betreiben. Zeige deinem Kind, wie es eine kurze Toilettenspülung ausführt und erkläre, dass dies, zumindest bei einem kleinen Geschäft, vollkommen ausreichend ist.
Mülltrennung für Kinder
Was Mülltrennung angeht, nimmt Deutschland eine Vorreiterrolle ein. Je nach örtlichen Gegebenheiten kann unser Abfall in Plastikmüll, Altpapier, Biomüll, Restmüll und Altglas sortiert werden. Trotzdem landet jedes Jahr Tonnenweise Abfall in den falschen Tonnen. Wie man Müll richtig trennt, kannst du einfach im Internet nachlesen oder bei deiner Kommunalverwaltung erfragen. Je früher Kinder mit diesem System vertraut gemacht werden und es verinnerlichen, desto einfacher fällt ihnen die Mülltrennung im späteren Leben. Die richtige Sortierung kannst du deinem Kind einfach spielerisch beibringen. Ein paar farbige Kartons repräsentieren dabei die verschiedenen Mülltonnen. Davor breitest du ein paar (abgespülte) Wertstoffe aus. Das können beispielsweise Joghurtbecher, alte Zeitungen, eine Bananenschale und ein leeres Glas sein. Erkläre deinem Kind, welcher Wertstoff in welche Tonne gehört und lass es dann selbst ausprobieren.
Abfallvermeidung mit Kindern
Neben der richtigen Mülltrennung solltest du dein Kind auch für die Vermeidung von Müll sensibilisieren. Indem ihr im Haushalt auf Mehrweg-Produkte setzt und gleichzeitig auf Einweg-Produkte verzichtet, lernt dein Kind ganz nebenbei, dass es für viele Wegwerfprodukte nachhaltige Alternativen gibt. Einige Initiativen zur Müllvermeidung, die ihr zu Hause praktizieren könnt sind:
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Jutebeutel statt Plastiktüte
Einkäufe können hervorragend im Rucksack oder in einem Jutebeutel transportiert werden. Auch Gemüse und Obst kannst du in kleine Beutel packen oder einfach lose kaufen. Das spart nicht nur Plastikmüll, sondern auf lange Sicht auch eine Menge Geld! -
Große Packungen kaufen
Meist sind Vorteilspackungen kostengünstiger und brauchen im Verhältnis weniger Verpackungsmaterial als kleine Portionen. Aber Achtung: Kauft nicht mehr, als ihr auch wirklich verbrauchen könnt. -
In eine Trinkflasche investieren
Trinkflaschen aus Metall sind bruchsicher und halten ewig. Ideal für Kinder! -
Brotdosen verwenden
Pausenbrote, Essensreste und lose Lebensmittel könnt ihr in Dosen, Boxen und Gläsern verstauen. Zeige deinem Kind, dass ihr dafür keine Einwegprodukte benötigt und dass alles gewaschen und wiederverwendet werden kann.
Aus alt mach neu: Recycling & Upcycling
Müll ist nicht gleich Müll. Vieles, was bei uns im Alltag als Abfall anfällt, kann weiterverarbeitet werden und einen neuen Zweck erfüllen. Besonders Kinder verfügen über eine blühende Fantasie, welche du dir als Elternteil zunutze machen kannst. Kinder sehen in vielem, was Erwachsene als „Abfall“ bezeichnen würden, wahre Abenteuer. Ein Umzugskarton wird zum Raumschiff und leere Klopapierrollen zum Fernglas. Lass dich von deinem Kind inspirieren und schaut gemeinsam, was tatsächlich nicht mehr verwertbar ist und was eventuell noch weiterverarbeitet werden kann. Auf die richtige Mülltrennung sind wir bereits eingegangen, aber es muss nicht alles unbedingt im Müll landen:
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Plastiktüten als Müllbeutel
Idealerweise sammeln sich zwar erst gar keine Tüten an, wenn sie aber doch da sind, lassen sie sich hervorragend als Müllbeutel verwenden. So werden sie recycelt und erfüllen gleichzeitig noch einen Zweck! -
Essensreste kompostieren
Wer einen Garten uns ausreichend Platz hat, sollte einen Komposter aufstellen. Dort wird Biomüll gesammelt und du kannst gemeinsam mit deinem Kind beobachten, wie mit der Zeit Erde daraus wird. Dieser natürliche Zerfallprozess macht aus Abfall wertvolle Blumenerde, die ihr dann für den Garten verwenden könnt. -
Essensreste einpflanzen
Nicht alle Essensreste müssen im Müll landen! Zeige deinem Kind, dass man abgeschnittene Frühlingszwiebeln, Kräuter, Knoblauch und vieles mehr einfach mit etwas Wasser, Licht und Erde wieder nachziehen kann. Da die meisten Gemüsesorten schnell wachsen, könnt ihr bereits nach wenigen Tagen und Wochen Erfolge verbuchen![ii] -
Kreativ werden
Im Internet findest du eine Vielzahl an Bastelanleitungen und Upcycling-Ideen. So könnt ihr Saftkartons in Minigitarren oder Geldbörsen verwandeln, Stiftehalter aus Klopapier-Rollen oder Mini-Insektenhotels aus Konservendosen.[iii] Die Möglichkeiten beim Upcycling mit Kindern sind endlos!
Upcycling-Ideen mit Lehmfarbe
Bei den allermeisten Streicharbeiten bleibt am Ende Farbe übrig. Um das zu vermeiden, solltest du im Vorfeld bereits ausrechnen, wie viel Farbe du für deine Räume benötigst. Beachte dabei, dass oft zwei Anstriche nötig sind, um ein gut deckendes Ergebnis zu erzielen. Sollten dann doch noch Farbreste im Eimer sein, ist das noch lange kein Fall für die Tonne! Mit Farbresten lassen sich einzigartige und individuelle DIY-Projekte verwirklichen. Zusammen mit deinem Kind und ein paar Hilfsmitteln kannst du beispielsweise Jutebeutel bemalen oder Strandtaschen aus Stroh einen neuen Look verleihen. Dabei könnt ihr entweder eurer Kreativität freien Lauf lassen, oder du klebst mit Kreppband Muster ab, die dein Kind dann nach Belieben ausmalen kann. Auch Kerzen lassen sich mit Lehmfarbe aufpeppen, indem die untere Seite ein wenig in die Farbe getaucht wird. Trocknet die Kerze kopfüber, bilden sich kleine „Farbnasen“, die an der Kerze herunterlaufen. Das sorgt für tolle und einzigartige Ergebnisse. Auch Holz könnt ihr mit Lehmfarben bemalen! Spielzeuge oder Möbel erstrahlen so in neuer Farbe. Da es sich bei Lehmfarbe um ein Naturprodukt handelt, eignet sie sich ideal für Bastelprojekte mit Kindern.
Fazit
Als Elternteil kannst du deinem Kind einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen am besten durch Vorleben beibringen. Versuche die Energie- und Wasserversorgung bei Spaziergängen oder durch Besuche in Energiewerken oder Aufbereitungsanlagen zu veranschaulichen und weise dein Kind auf einen umweltbewussten Umgang mit nicht-erneuerbaren Ressourcen hin. An viele Themen, wie Mülltrennung oder Recycling, kannst du deinen Nachwuchs spielerisch heranführen und beim Upcycling sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Kinder, die bereits früh für Ressourcenschonung sensibilisiert werden, verinnerlichen diese Grundsätze und leben nachhaltiger, ohne im späteren Leben mühevoll umlernen zu müssen.
Wir sind ein junges, kreatives Team aus Experten für ökologisches Bauen,
Raumgestaltung und Malerhandwerk. Mit viel Herzblut entwickeln und mischen wir
unsere ökologischen Naturfarben in unserer Manufaktur in Dresden und setzen
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Quellen:
[i]
https://www.bmu.de/themen/wasser-abfall-boden/binnengewaesser/verbrauchertipps/wassersparende-toilettenspuelung/
(zuletzt geprüft 04.01.2022)
[ii]
https://utopia.de/galerien/gemuese-selber-ziehen-lebensmittel-die-nachwachsen/
(zuletzt geprüft 04.01.2022)
[iii]
https://www.geo.de/geolino/basteln/15038-upcycling-mit-kindern-basteln
(zuletzt geprüft 04.01.2022)